Der
Dachverband für Natur- und Umweltschutz hat bereits im
Oktober den Landeshauptmann
informiert, dass er zum Thema
Flugplatz eine Volksabstimmung mit verbindlichem Ausgang initiieren werden. Wenige Tage darauf
behandelte die Landesregierung
das Thema Flugplatz und hat
zum Glück keine vollendeten Tatsachen geschaffen und das
Problem einer Mediation delegiert.
Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz hat diese Situation gewissenhaft analysiert und ist zum Ergebnis
gekommen, dass die Volksabstimmung (die Bürger entscheiden, ob sie für oder gegen
einen Flugplatz sind!) das einzige Mittel ist, diese
unendliche Geschichte demokratisch
zu Ende zu
schreiben.
Das Thema Flugplatz lässt aus ökologischer Sicht keinen Spielraum
für Kompromisslösungen, während in einer Mediation Kompromisse gesucht werden. Die Klimaproblematik ist kein Steckenpferd
des Umweltschutzes und muss von uns
allen – auch von der Politik und Wirtschaft – ernst genommen werden. Auf den Flugplatz können wir verzichten und sollten dies sogar, weil der Flugverkehr
bekanntlich als äußerst schwerwiegender Faktor in puncto Luftverschmutzung gilt. Die letzten
Meldungen, dass die Landesregierung oder sogar der Landeshauptmann
bei der Mediation direkt mitmachen, erfüllen uns mit
Skepsis, weil die Politik ihre Entscheidungsbühne
in Form des Südtiroler Landtages
ja bereits hat. Vielmehr sollte die Politik, wenn sie
schon an die Mediation glaubt,
klare Spielregeln zulassen und dem Ergebnis von Anfang an Verbindlichkeit zusagen. Diese beiden wichtigen
Voraussetzungen fehlen derzeit.
Der
Dachverband für Natur- und Umweltschutz hat beschlossen, sich nicht an der Mediation zu beteiligen, weil dies im klaren
Widerspruch zur bereits in die Wege geleiteten Volksabstimmung steht: Wir wollen
die Bevölkerung darüber entscheiden lassen, ob sie den Ausbau des Flugplatzes Bozen will oder nicht! Entscheidet
sie sich für den Ausbau, macht eine Meditation über ein möglichst
erträgliches WIE Sinn!
Der
Dachverband für Natur- und Umweltschutz ruft deshalb alle
Bürgerinnen und Bürger auf,
sich mit der Klimaproblematik auseinander zu setzen und setzt darauf, dass sie
die richtige Entscheidung
in „unserer“ Volksabstimmung
suchen.